Schwarz-Weiß-Foto der Künstlerin Maria Gust im Profil im Hintergrund Bäume, Himmel, Dach

Maria Gust

Malerei

1956 in Bremen geboren, lebt und arbeitet in Lübeck
bis 1999 in Hamburg-St. Georg als Dipl. Soz.päd. tätig
seit 2000 hauptberuflich als bildende Künstlerin tätig
2005 Pentiment-Stipendiatin, HAW Hamburg

2003 Aufnahme im BBK Hamburg
2015 Aufnahme in der Gemeinschaft der Lübecker Künstler
2016 Aufnahme in der GEDOK Schleswig-Holstein
2017 Aufnahme BBK Schleswig Holstein

Ausstellungen (Auswahl):
2003 und 2004 Nordart Kunst, Carlshütte Büdelsdorf
2003 Kleinplastik in Norddeutschland, Garbsen
2009 – 2016 Kunstmesse KuboShow, Herne
2010 Huntenkunst, Internat. Podium für zeitgenössische Kunst, NL
2015 – 2025 div. Gruppenausstellungen der Galerie Artler Kunstkollektiv, Lübeck
2015 – 2023 Jahresschauen der Lübecker Künstler
2023 Schöne Zukunft, Gollan Kulturwerft
2025 Art-ExpoLink Piräus, Athen

Mit meiner Arbeit bewege ich mich auf der Grenzlinie zwischen gegenständlicher und ungegenständlicher Malerei. Thematisch fließen Ereignisse aus Politik und Gesellschaft ein, aber auch scheinbar banale Gegebenheiten um mich herum beeinflussen mich und fordern mich heraus. Nur selten arbeite ich seriell. Gesamtzusammenhänge stellen sich dann doch in der Überschau meiner Arbeiten dar. Die Themen kreisen häufig um existenzielle Dinge bzw. um menschliche Grundbedürfnisse.

In einer Zeit, in der Viele noch nicht einmal das Notwendigste besitzen und gleichzeitig vollends Übersättigte dringend nach so etwas wie Einfachheit suchen, ist es mir Anlass, mich damit auch künstlerisch auseinander zu setzten, was wir als Menschen in unserer Verletzlichkeit und Endlichkeit brauchen (eine Unterkunft, eine Mahlzeit, Orientierung etc.). Dabei bleibt aber das experimentelle Spiel mit den unendlichen Möglichkeiten von Farbe, Form und Struktur für mich inhaltlich mindestens gleichrangig.

Ich beginne meine Bilder oft mit einer bestimmten Idee. Diese wird dann aber gerne mal – angeregt durch die Geschenke des Zufalls - geändert oder verliert sich ganz zugunsten eines neuen Pfades, den ich verfolgen möchte. Häufig überlagern sich viele Schichten. Es wird gemalt, gespachtelt, gekratzt, gedruckt .... aufgebaut, zerstört und wieder aufgebaut. Nicht selten muss ich für den malerischen Weg erst den Mut und manchmal auch Wut sammeln, um noch Fremdes zuzulassen und Vorhersehbares zu vermeiden. Der Prozess der Veränderung ist ein unentbehrliches und bewusst sichtbar bleibendes Element meiner Arbeit, denn er zeigt Vergangenheit, Gegenwart und vielleicht sogar ein kleines Stück Zukunft. Wichtig ist mir dabei immer – auch und gerade bei den gegenständlichen/ figürlichen Werken – etwas zu finden, was über das Abgebildete hinaus geht.


Die Titel beschreiben meine Assoziationen zum Zeitpunkt der Fertigstellung. Manchmal beinhalten sie eine ironische Brechung. Es möge jeder Betrachter seine eigene Bedeutung suchen und finden.

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