Renate U. Schürmeyer

renateschuermeyer@gmx.de
www.renate-schuermeyer.de

geboren 1957 in Berlin
1980 - 84 Studium an der Fachhochschule Ottersberg, Diplom
lebt und arbeitet in Jeese, Mecklenburg-Vorpommern

2013 "Artists in the Parish" zum 34. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Hamburg
2012 Stipendium des Landes Mecklenburg-Vorpommern im Schleswig-Holstein Haus, Rostock
2011 Stipendium Virginia Center for Creativ Arts, USA
2010 Arbeitsstipendium des Landes Mecklenburg-Vorpommern
2010 Auftragsgestaltung für die Hansestadt Lübeck zum 30. Hansetag in Pärnu, Estland
2002 Stipendium des Landes Schleswig-Holstein in Lübeck

seit 1988 Einzel- und Gruppenausstellungen in Deutschland, Island, Estland, Österreich, Finnland, USA und Südkorea

2013 Katalogförderung durch das Land Mecklenburg-Vorpommern und die Hansestadt Lübeck

Kunst im öffentlichen Raum: Berufsbildungsstätte der Handwerkskammer Lübeck in Travemünde,
2004 Wasser- und Schifffahrtsamt Lauenburg

In der Kunst von Renate Schürmeyer ist die Erinnerung ein großes Thema. Das Erinnern ist ein subjektiver Prozess, der Vergangenes nach eigenen Kriterien, Wahrnehmungen oder Wunschvorstellungen selektiert, bewertet oder umdeutet.

Mit unterschiedlichen Objekten, die Geschichten erzählen und Vergangenes sichtbar machen, nähert sich Renate Schürmeyer dem Erinnern. Seit Herbst 2008 beschäftigt sie sich mit der Thematik der ehemaligen innerdeutschen respektiv deutsch-deutschen Grenze. Was wird erinnert, was wird gelöscht? Was wird korrigiert oder einem langsamen Verfall preisgegeben? Kann gegen die Verfallszeit von Erinnerung gearbeitet werden?

Es entstehen zudem Werkgruppen, die auf gegenwärtige Situationen Bezug nehmen. Sie werden als Interventionen in gesellschaftliche Prozesse verstanden. Grundsätzlich mag allen Arbeiten die Frage nach dem Glück oder dem Unglück zugrunde liegen. Glück ist in der Gegenwart ein flüchtiges Gefühl: Es wird gerne verklärend in die Vergangenheit hinein projiziert und erinnert. Die Arbeiten von Renate Schürmeyer erwecken einen Erinnerungsstrom, den sie nicht wertet, sondern dem sie Raum gibt.

Dr. Sylvina Zander

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